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Autor Thema: Cold Tail – Wasserrute  (Gelesen 688 mal)

Dog Mama

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Cold Tail – Wasserrute
« am: 31. März 2011, 19:02:41 »

Wasserrute, Hammelschwanz, Cold Tail (kalte Rute), Limber Tail (schlaffe Rute), Cold Water Tail (Kaltes-Wasser-Rute) und Dead Tail (Tote Rute) sind alles Namen für ein Krankheitsgeschehen, das bislang noch nicht abschließend geklärt ist. Besonders in den Sommermonaten tritt diese recht unbekannte und unerforschte Erkrankung auf. Zum Glück verläuft die Heilung aber meist rasch und mit gutem Erfolg.

Krankheitsbild/Symptome:

Optisch auffällig ist vor allem die Schwanzhaltung der Tiere: die Schwanzbasis wird horizontal vom Körper weggestreckt während der Rest der Rute schlaff herunterhängt. Der Rutenansatz ist dabei geschwollen, sehr schmerzhaft und die Hunde leiden sichtbar. Durch die starken Schmerzen haben erkrankte Tiere Mühe sich normal hinzusetzen, zu legen oder ins Auto zu springen. Beim Hinsetzen wird meist der sogenannte Welpensitz eingenommen, d.h. das Becken wird zum Setzen seitlich gekippt, um dem Schwanz auszuweichen.

Die Verunsicherung bei den Tieren ist groß und betroffene Hunde trauen sich oft nicht richtig Kot und Urin abzusetzen. Manche Hunde beknabbern den Bereich der Schwanzwurzel oder kratzen sich dort vermehrt. Das Fell kann um den Schwanzansatz herum gesträubt sein. Schmerz und Unsicherheit können sich sogar auf das Sozialverhalten auswirken und bis zur Aggressivität führen.

Prädisposition:

An der Wasserrute erkranken in der Regel Hunde, mit denen intensiv gearbeitet wird. Meist trifft es Sport- und Jagdhunderassen wie Labrador, die verschiedenen Retrieverrassen, Setter, Pointer, Foxhounds und Beagle. Prinzipiell kann aber jede Hunderasse betroffen sein. Im Durchschnitt sind erkrankte Tiere 6 Monaten bis 9 Jahren alt – am häufigsten kommt der Cold Tail aber im Alter von 2 Jahren vor. Rüden trifft es häufiger als Hündinnen.

Ursachen:

In den meisten Fällen steht das Auftreten der Erkrankung Wasserrute im Zusammenhang mit harten Belastungen, anstrengenden Jagden oder vorangegangenem Schwimmen in sehr kalten, oder aber auch sehr warmem Wasser. Auch der Trainingszustand der Hunde scheint entscheidend zu sein, denn untrainierte Hunde erkranken weitaus häufiger und schneller. In Einzelfällen war der Auslöser der Erkrankung auch nur ein langer Aufenthalt in der Transportbox sowie ganz einfach ein nasses Fell bei kaltem Wetter.

Auch eine zu hoch angesetzte Rute und die Aktivität der Rute selbst, also Wedelintensität und -ausprägung, scheinen einen großen Anteil am Problem zu haben. Man weiß leider noch nicht sehr viel über die Gründe der Erkrankung, aber im Laufe der Jahre wurden einige Theorien, was sich aus medizinischer Sicht in der betroffenen Körperregion abspielt, aufgestellt:

- es handelt sich um eine Stauchung der Schwanzwirbelgelenke

- durch die starke Belastung bzw. Überbeanspruchung kommt es zu einer Entzündung zwischen den Wirbeln

- die Muskulatur im Rutenbereich wird vorübergehend zu schlecht durchblutet

- es entstehen in diesem Bereich Muskelschäden

- Auf Grund wissenschaftlicher Studien werden die beiden letztgenannten Erklärungen für am wahrscheinlichsten gehalten.


Hierzu auch noch ein sehr interessanter Artikel aus dem Schweizer Hundemagazin  Wasserrute
Mein Asimo hatte dies damals öfters gehabt. Als Medikation empfehle ich Traumeel, Wärme und Ruhe. Wobei letzteres euer Vierbeiner sicher von allein sucht.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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