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Autor Thema: Verbände und Wundschutz  (Gelesen 2229 mal)

Alexander

  • Gast
Verbände und Wundschutz
« am: 01. März 2011, 12:58:32 »

Verbände und Wundschutz
Verbände dienen als prophylaktischer und therapeutischer Schutz, um Blutungen zu stillen, Wundflächen abzudecken, Körperteile zu polstern und um sie gegebenenfalls ruhig zustellen.

Bei dem Anbringen von Verbänden ist wichtig es darauf zu achten, dass sie fest genug angebracht werden, um ihren Zweck zu erfüllen, aber dabei die Blutzirkulation in dem darunterliegenden Gewebe nicht unnötig zu beeinflussen.

Verbände bei Tieren sind schwerer anzubringen als beim Menschen, da der Hund den Verband als sehr unangenehm empfindet und alles daran setzen wird, ihn loszuwerden.

Auch die Körperform des Hundes und das Haarkleid machen es besonders schwierig einen Verband anzulegen. Sie können dem Tier nicht sagen: „ Beweg dich nicht, der Verband muß halten".
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 11:51:12 von Pascal Hug »
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Alexander

  • Gast
Re: Verbäne und Wundschutz
« Antwort #1 am: 01. März 2011, 13:03:53 »

Verbände zur Blutstillung

Vor dem Anbringen von Verbänden, sollte versucht werden, die Blutung mittels Druck, durch eine Mullpolster oder in Notsituationen per Hand zu stoppen (Blutstillung, Wundreinigung und Desinfektion).

1. Pflaster

Bei kleinen Verletzungen kann die Wunde durch ein Heftpflaster (2,5 – 6 cm breit, was selbst zurecht geschnitten wird) abgedeckt werden.
Schneiden Sie das Pflaster auf die entsprechende Größe zurecht.

Kleben sie es so über die verletzte Stelle, dass die haftenden Seiten nicht direkt die Wunde berühren. Ist kein Pflater zur Hand kann die Wunde auch mit Hilfe eines Tupfers, der durch Tesa – Malerkrepp (Malerband) auf die Wunde geklebt wird, verbunden werden.

2. Mullbinde / Alflex

Mullbindenverbände alleine rutschen sehr leicht und werden von Hund leicht abgerissen. Mullbinden dienen meist nur als Polsterung und Abdeckung von Wunden. Der eigentliche Halt des Verbandes wird entweder durch ein Klebeband oder eine Alflex (elastisch, selbstklebende Binde) erreicht.

Bei elastisch selbstklebenden Binden ist darauf zu achten, dass sie dehnbar sind und beim Anbringen die Blutzirkulation beeinträchtigen können.
Decken Sie die Wunde mit einen sterilen Tupfer oder sauberen Stück Stoff ab.

Polstern Sie das betroffene Körperteil mit einer Mullbinde oder Watte
Befestigen Sie den Mullbverband mit Klebeband (Malerband, Leukoplast) am Fell.
Oder verbinden Sie die Wunde mit einer Haft - Binde ( Alflex)

Polsterwatte & Wattebinden

Sie dienen der Polsterung von Gliedmaßen und verhindern ein Abschnüren von Blutgefäßen.

Halskragen:

Halskragen sind flexible, leichte Kunststoffkragen, die das Benagen und Belecken von Verbänden und Wunden verhindern.
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 11:51:37 von Pascal Hug »
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Alexander

  • Gast
Re: Verbäne und Wundschutz
« Antwort #2 am: 01. März 2011, 13:25:46 »

Pfotenverbände

Das Anbringen von Pfotenverbänden ist immer eine schwierige Angelegenheit. Der Hund wird auf jeden Fall versuchen, den Verband abzureißen, daher sollten Sie immer das Handgelenk bzw. das Sprunggelenkt mit zu verbinden, um einen längeren Halt zu gewährleisten.

Die Haut an den Zehen des Hundes besitzt als eine der wenigen Hautstellen Schweißdrüsen. Bei dem Anlegen eines Pfotenverbandes ist daher darauf zu achten, dass der Zwischenzehenraum gepolstert wird, um ein Wundreiben durch Scheuern der Zehen zu vermindern.

Vorbereitung:

• Hilfsperson
• Materialien
• Wattestreifen oder zurechtgeschnittene Verbandswatte (ca. 2-3 cm breit, 10 – 15 cm lang) zur Polsterung des Zwischenzehenraumes
• Polsterwatte oder Wattebinden
• Mullbinden oder elastisch selbstklebende Binden
• Sterile Tupfer oder ein sauberes Stück Stoff, um die Wunde abzudecken


Vorgehen:

• Am besten legen sie den Hund auf die Seite (Untersuchung in Seitenlage)
• Schauen sie sich die Verletzung genau an, um ihr Ausmaß beurteilen zu können
• Ob die Wunde genäht werden muss, kann nur ein Tierarzt entscheiden
• Wundreinigung / Wunddesinfektion oder nur Einbinden und ab zum Tierarzt
• Verband anbringen


1. Decken sie die verletzte Stelle mit einem Tupfer ab. Wenn sich die Verletzung zwischen den Zehen befindet, wird dieser Zwischenzehenraum nicht mit Verbandswatte gepolstert, sondern nur durch einen Tupfer abgedeckt.
2. Polstern Sie den Zwischenzehenraum so, dass Sie die vorbereiteten Wattestreifen auf der Oberseite der Pfote mit einer Hand festhalten und sie zwischen den Zehen auf die Rückseite der Pfote umschlagen.
3. Verbinden Sie die Pfote nun mit der Verbandswatte bis über der Sprung- bzw. Handgelenk so fest, dass der Verband nicht rutscht, aber die Blutzirkulation nicht unnötig beeinträchtigt wird.
4. Umwickeln Sie die Verbandswatte mit einer Mullbinde oder elastischen Binde, nicht aber über die Verbandswatte hinweg (Gefahr einer Abschnürung).
5. Gegebenenfalls können Sie den Verband mit Klebeband an der Haut befestigen.

Tipp: Bei Regenwetter stülpen Sie einen Gummihandschuh über den Verband, um ihn vor Nässe zu schützen.


Wundgelaufene Ballen
Ist der Ballen wundgelaufen, müssen Sie nicht unbedingt immer einen riesen Verband basteln. Oft genügt es, wenn Sie die Wunde mit Wundsalbe versorgen, das Tier schonen oder ihm eine Socke überziehen, die Sie mit Klebeband festkleben.

Sie können sich aber auch eine Hundesocke oder einen Hundeschuh kaufen.
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 11:52:06 von Pascal Hug »
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Alexander

  • Gast
Re: Verbände und Wundschutz
« Antwort #3 am: 01. März 2011, 13:32:55 »

Ohr- und Kopfverband
Bei Verletzungen des Ohres ist es oft notwendig einen Verband anzubringen.

Vorbereitung:

• Hilfsperson
• Material
• Verbandswatte
• Mullbinde oder elastische Haft - Binde
• Tupfer oder sauberes Stück Stoff


Vorgehen:

• Versuchen Sie eventuelle Blutungen mit Hilfe eines Tupfers und Druck zu stoppen.
• Sie können die Wundkompresse mit Klebestreifen am Ohr festkleben.
• Legen Sie eine Polsterwatte auf den Kopf.
• Klappen Sie die Ohrmuschel auf den Kopf (Polsterwatte) um.
• Legen Sie auf die Innenseite des Ohres (liegt nun Außen) einen Tupfer
• Fixeren Sie das Ohr mit einer Mullbinde oder elastischen Haft – Binde.
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 11:52:41 von Pascal Hug »
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Alexander

  • Gast
Re: Verbände und Wundschutz
« Antwort #4 am: 01. März 2011, 14:19:00 »

Verbände an Brust und Bauch

Vorbereitung:

- Hilfsperson
- Material
- Tupfer oder sauberes Stück Stoff
- Klebeband
- Mullbinde oder Verbandswatte
- elastische Haft - Binde
- Vorgehen:


Wundreinigung und Desinfektion

Decken Sie die Wunde mit einem Tupfer oder sauberen Stück Stoff ab. Kleben Sie es eventuell an der Haut bzw. am Fell fest. Verbinden Sie die Bauch bzw. Brustwand breitflächig und mehrschichtig mit Mullbinden, die Sie mit Klebeband an der umliegenden Haut bzw. am Fell befestigen, oder Sie umwickeln die Mullbinde mit einer elastischen Binde. Achten Sie darauf, dass der Verband nicht rutschen kann, aber die Atmung des Tieres nicht beeinträchtigt wird.

Eventuell Halskragen aufsetzen
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 11:53:14 von Pascal Hug »
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Sauhund

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Re: Verbände und Wundschutz
« Antwort #5 am: 10. November 2011, 23:08:17 »

Anlegen von Verbänden sehr ausführlich hier beschrieben:

- Verbandsmaterial
- Anlegen einer Staubinde
- Pfotenverbände
- Schwanzverbände
- Hals- und Schulterverbände
- Brust- und Bauchverbände
- Hüft- und Oberschenkelverbände

Anlegen von Verbänden
« Letzte Änderung: 13. November 2011, 21:38:28 von Pascal Hug »
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liebe Grüße- Kati und das Rudel im Wald

www.saupacker-vom-erzgebirgsblick.de

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