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Autor Thema: Rettungshundeausbildung  (Gelesen 8203 mal)

FrauchenSpitzwichtig

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Rettungshundeausbildung
« am: 23. Dezember 2010, 10:58:22 »

Rettungshundearbeit – bei einer österreichischen Rettungshundestaffel

Ich kann es natürlich nur von dieser einen erzählen, weil ich in die anderen Organisationen keinen Einblick habe, also verzeiht die „Einseitigkeit“! Und ich schildere nur die Ausbildung zum Hundeführer (HF) in der Flächensuche. Tümmer ist ähnlich. Lawine habe ich leider keinen Einblick, Mantrailer und Fährte auch nicht. Anzeigeart: Verbellen

Interessierte HF können bereits mit Welpen ab dem Abholtag quasi am Training teilnehmen. Natürlich können auch ältere Hunde mit der Ausbildung beginnen. Jimmy war z. B. etwas mehr als ein Jahr alt.
Geeignet ist jeder Hund der
?   Keine Angst vor Menschen hat
?   Der verträglich mit anderen Hunden ist (er muss dennoch nicht alle Hunde „lieben“!!!)
?   Der Gesund ist
?   Der Freude an der Arbeit mit seinem Zweibeiner hat

Die Größe des Hundes ist relativ. Was sich jeder HF vor Augen halten sollte ist, dass sich sein Hund auch mal bei der Suche verletzen kann und er ihn aus dem Suchgebiet bis zum Auto tragen muss können!

Der kleinste Hund den ich kenne war ein Parson Russel Terrier (ganz große Klasse!!!), der größte ein Rhodesian Ridgeback (im Vergleich zum Paron eine lahme Ente).
In der Organisation selbst gab es Labradore, Golden Retriever, Schäferhunde aller „Nationalitäten“ (Deutsche, Belgier, etc.), Rottweiler, Dobermänner, Australian Shepherds, Border Collies, Bordeauxdoggen, Staffordshire Bullterrier, etc. etc.

Bis HF und Hund zur ersten „großen“ Prüfung antreten kann, vergehen rund zwei Jahre (klar: manche sind schneller, manche langsamer!)

Zur Ausbildung von Welpenbeinen an:
Zuerst wird herausgefunden, worauf der Hund mehr reagiert: Spielzeug oder Futter.
Zuerst werden nur Spielkreise (egal ob Spielzeug oder Futter) gebildet. Die Helfer bilden einen Kreis und wird der Hund vom HF in diesen Spielkreis hineingeführt. Er ist der erste der mit dem Hund spielt, dann gibt der HF das Spielzeug (oder Futter) weiter. Anfangs können vielleicht nur zwei Helfer mit dem Hund spielen, aber durch die Wiederholung der Trainingseinheiten werden es immer mehr und mehr. Je hochtriebiger der Hund ist, desto besser. Wenn erkennbar ist, dass der Hund „grantig“ wird, weil schon wieder wer anderer sein Spielzeug hat, wird versucht das erste Bellen aus dem Hund herauszulocken. Anfangs bekommt der Hund sein Spielzeug also nur noch, wenn er ein Wuffen bzw. den Ansatz eines solchen von sich gibt. Wenn der Hund auf ein Kommando schon Bellen kann, kann auch dieses gegeben werden. Mit der Zeit verknüpft der Hund: nur wenn ich Laut gebe, bekomme ich meine Beute!
Wenn der Hund im Spielkreis von 10 Personen, 9 x sicher bellt, und das bei mehreren Wiederholungen, kann mit den ersten Anzeigeübungen begonnen werden.
Dabei reduziert sich die gestellte Aufgabenstellung auf eine Person. Diese Person läuft mit Trara und zeigen der Beute weg (2 – 5 m). Der HF hält seinen Hund fest. Hierbei bildet sich das erste Ritual (bestimmte Art den Hund zu halten). Bereits nach ein paar Sekunden wird der Hund nachgeschickt (zweites Ritual: Wort- und/oder Sichtkommando). Das wird wieder in einigen Trainingseinheiten gefestigt: die zwei Rituale (bestimmtes Halten des Hundes und das Wegschicken des Hundes), die Distanz bis zum Opfer und das Auslösen lassen beim Opfer.
Anfangs reicht ein Wuffen oder Bellen, mit der Zeit wird das Bellenlassen ausgedehnt – von einem Beller auf 10 – 20 x bellen. Wenn der Hund sicher 10 – 20 bellt, wird es Zeit, die Distanz auf z. B. 10 m zu vergrößern.
Wenn die längere Distanz gut funktioniert, bleibt man bei der Distanz, das Opfer geht aber nur noch weg anstatt zu laufen. Im Versteck kann der Hund noch mal kurz gerufen werden um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Wenn dieser Schritt gut funktioniert, wird das Aufmerksammachen weggelassen. Das heißt, der Hund sieht nur noch, da geht jemand weg.
Wenn dieser Trainingsschritt gut funktioniert, kann mit der ersten Suche begonnen werden. Die erste Suche wird wieder bewusst kurz gehalten, damit der Hund ja schnell zum Erfolg kommt. Soll heißen: bei der ersten Suche, wo also der Hund nicht mehr das Weggehen des Opfers sieht, liegt das Opfer vielleicht schon nach 3 m im Versteck. Diese Distanz wird wieder in kleinen Schritten weiter ausgebaut.
Wenn der Hund soweit ist, dass er eine Person auf eine Distanz von 50 m ausarbeitet, wird es Zeit eine zweite Person einzubringen. Dafür geht man natürlich zurück zu „Start“ und beginnt mit kurzen Distanzen, die aber sehr rasch wieder ausgedehnt werden auf die spätere geforderte Distanz von 50 m pro Seite (rechts und links vom Weg). Wenn der Hund diesen Trainingsschritt gemeistert hat, geht es los mit „variablen“ Suchen. Das heißt: mal ist nur eine Person im Versteck, mal sind es zwei, drei oder vier Personen. Dazwischen, und das ist ganz wichtig, gibt es immer wieder nur Triebanzeigen, also der Hund sieht wieder seine Verstecksperson! Natürlich werden die Personen nicht immer nur am Boden versteckt, sondern auch mal auf einem Holzstoß, auf einem Baum oben (Hochanzeige), auf einem Jägerstand, in einem Erdloch, sie werden zugedeckt, etc.
Auch die gezielte Richtungssucharbeit (Vorgabe in eine bestimmte Richtung) wird immer wieder trainiert. Oder die sogenannte Kettensuche, wo mehrere HFs und Hunde in einer Reihe gehen. Die Opfer können im Versteck: sitzen, liegen, stehen, hockerln, sich bewegen, den Hund anreden und anschreien; der Hund soll dennoch bellen!!!
Der HF ist bei der Suche bzw. Anzeige angehalten, seinen Hund lesen zu können. Er muss also erkennen: sucht mein Hund noch, hat er bereits eine Spur in der Nase oder geht er nur so durch den Wald und verfolgt ein Eichhörnchen. Desweiteren muss der HF seinem Hund blind vertrauen können. Der Hund kann auch mal außer Sichtweite sein und sollte dennoch nicht sofort zurückgepfiffen werden. Wenn der Hund zurückgepfiffen wird, MUSS der Hund aber sofort zurückkommen (Unterordnung!).

Bei Junghunden und älteren Hunden wird ganz genauso vorgegangen, nur dass meistens der Spielkreis wegfällt, außer es handelt sich um einen unsicheren Hund, dann gibt man dem Hund Sicherheit in dem er spielerisch lernt: Menschen sind toll, die spielen mit mir.

Parallel zum Suchtraining gibt es noch die Ausbildung in der Unterordnung und der Gewandtheit.
Am Anfang und am Ende der jeweiligen Übung muss eine Grundstellung gezeigt werden (bei den Prüfungen).

Zur Unterordnung zählt: Freifolge (das berühmte L-Gehen) mit 2 Schüssen; durch eine Menschengruppe (der zweite HF geht mit der Gruppe) mit einem angeleinten Hund gehen, Kehrtwende, in die Menschengruppe hineingehen mit Absitzen des Hundes, aus der Menschengruppe hinausgehen; Sitz/Platz/Steh aus der Bewegung – Sitz zurückgehen zum Hund, Platz/Steh mit Heranrufen und Vorsitz; Bringen zu ebener Erde eines Gebrauchsgegenstandes (kein Bringholz!!!) mit Vorsitzen; Voransenden mit ins Platzrufen; 10 m Kriechen (in der neuen Prüfungsordnung fällt es heraus!); das Ablegen mit Entfernen des HFs auf 30 m und unter Ablenkung (das zweite Team läuft die Prüfung).

Zur Gewandheit zählen die Geräte: der Tunnel, die Wippe, die Faßbrücke (sehr wackelige Angelegenheit), die Leiter, der Weitsprung (1,50 m), unangenehmes Material (kaputte Ziegel, große Steine, Reifen, Bretter, Gitter, etc.) – darübergehen, Kehrtwende, Anhalten mitten im unangenehmen Material; Detachieren (Kegel, Links, Rechts, Mitte auf Ansagen des Prüfungsleiters oder Richters mit abschließendem Vorsitzrufen); Tragen und Übergeben (hier wird der Hund vom HF hochgenommen und an einen Helfer übergeben. HF und Helfer entfernen sich auf ca. 10 m, der Hund wird abgestellt und sollte ruhig beim Helfer bleiben [leicht am Halsband halten ist gestattet!], auf Anweisung des Prüfungsleiters/Richters wird der Hund in die Grundstellung gerufen.

An einem Prüfungstag müssen alle 3 Teile gezeigt werden, also die Suche von 2 Personen, die Unterordnung und die Gewandtheit. Auch wenn man bei der Prüfung in einem Teil durchfällt, müssen alle gezeigt werden.

Wie Ihr jetzt aus dieser langen Schilderung heraus lese könnt, ist die Rettungshundeausbildung eine sehr langwierige Ausbildung. Sie hat Jimmy und mich sehr zusammengeschweißt. Ich war bei sehr vielen Einsätzen als Helfer dabei. Meinen letzten Einsatz durfte ich mit Jimmy gehen, weil wir doch tatsächlich die schwierige Prüfung bestanden haben. Bei diesem letzten Einsatz hat meine Gruppe – 2 HF und ein Helfer – die Person gefunden. Leider tot. Hier haben wir ein Kriseninterventionsteam zur Verfügung gestellt erhalten um das Erlebte zu verarbeiten.

Aber warum haben wir trotzdem aufgehört? Ganz einfach: Ich habe den Spaß verloren. Es gab nur noch Streitereien innerhalb der Staffel und der Organisation. Alles war wichtiger, aber die Arbeit mit dem Hund ging verloren. Ich hatte das Gefühl: wir treten am Stand. Ich habe ca. ½ Jahr lang überlegt ob wir aufhören oder nicht.
Dadurch, dass ich nicht mehr mit allem Herzblut bei der Sache war, waren Jimmy und ich in der Unterordnung natürlich nicht mehr so gut. Ich bekam die Weisung vom Staffelführer = Ausbildner, dass ich Jimmy unterwerfen/unterdrücken soll. „Du musst ihm klar machen wer das Sagen hat“. Stimmt ja auch, aber ich bin der Meinung, das kann ich auch, wenn ich ihn nicht im Kasernenton anschreie. Beispiel: Dämmerung, auf unserem Trainingsplatz stand eine Hürde mit Borsten oben drauf (Schutzausbildung?). Ich bin an diesem „Ding“ bei der Fußarbeit vorbeigegangen und Jimmy ist ausgewichen. Ich hab das gemerkt, bin zu dem Ding hin und hab Jimmy gezeigt, dass das Ding ihm nix tut. Super Anschiss vom Ausbildner erhalten: Bei der Unterordnung hat der Hund zu folgen, wurscht was passiert. Ich doof dreingeguckt und erklärt: ich breche meinem Hund sicher nicht das Gnack. Wenn er sich wo unwohlfühlt, dann darf er ausweichen und ich zeige es ihm. „Nein, nicht in der Unterordnung“.
Dann das letzte Training, wo für mich klar war: es reicht!
Der tolle Staffelführer = Ausbildner betritt mit seinem Hund, der vorher natürlich keine Chance hatte sich zu lösen oder kurz auszutoben, den Trainingsplatz und beginnt mit seinen „Stechschritten“ mit hunderten Kehrtwendungen. Dann begibt er sich zu den Detachiertischen und schickt den Hund zum Kegel. Hund läuft hin. Er schickt ihn weiter auf „Links“, der Hund läuft vorbei, weil er die anderen gesehen hat und die natürlich begrüßen wollte. Ein Donnerwetter brach los! Hund kam endlich zurück, wird wieder auf Kegel geschickt. Hund läuft nicht zum Kegel. Hund wird zurückgerufen und noch mal zum Kegel geschickt. Hund läuft wieder nicht zum Kegel. Hund wird wieder zurückgerufen und noch mal zum Kegel geschickt. Wieder nichts. Hund wird zurückgerufen, am Halsband geschnappt, zum Kegel gezerrt … und mit dem Fuß wird auf den Kegel getreten, wohlgemerkt, wo der Hund mit der Nase dran gedrückt wurde. Ich hoffe es fragt sich niemand mehr, warum wir  dort nicht mehr hingehen.
Das war natürlich nur ein Vorfall, aber einer von dem ich mich ganz klar distanziere. Mit solchen Ausbildnern möchte ich absolut nichts zu tun haben. Einer, wo ich mir gesagt habe: NO GO!!!
Ich weiß noch immer nicht, welchen Weg Jimmy und ich einschlagen werden, auf jedenfall einen gewalt- und druckfreien Weg. Vielleicht landen wir beim Breitensport, vielleicht bei Obedience. Wir werden nicht bei Agility landen, eher schon bei Mobility. Und bis die Hundeschule aus dem Winterschlaf erwacht, üben Jimmy und ich weiter die Unterordnung (seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr leise weil auf Körpersprache basierend) und üben den einen oder anderen Trick ein.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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corinne

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #1 am: 23. Dezember 2010, 13:08:47 »

Danke Helga für den ausführlichen Bericht, und noch mehr Danke, für deine Haltung und Einstellung deinem Hund gegenüber, chapeau!!!
LG Corinne
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt, als die Freundschaft eines Menschen
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FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #2 am: 23. Dezember 2010, 14:55:50 »

Ich habe versucht den Bericht kurz zu halten ... geht nicht kürzer, dafür ist die thematik einfach zu  komplex ;) ;) ;)

und zu meiner einstellung zu meiner schmusebacke sag ich jezt nix dazu 
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 14:31:05 von Pascal Hug »
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Carola

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #3 am: 11. Februar 2011, 13:55:20 »

Das ist echt eine tolle, sinnvolle Beschäftigung für den Hund. Hab mich vor geraumer Zeit auch mal informiert, aber Sari ist leider zu alt für die Ausbildung
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 14:31:17 von Pascal Hug »
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FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #4 am: 11. Februar 2011, 17:21:32 »

Und dass Du mal in die "Materie" als Helfer hineinschnupperst???

Die Helfer sind ja die eigentlichen Ausbildner vom Hund. Er ist es, der im Versteck sitzt und den Hund nach dem Auffinden entsprechend belohnt (füttert oder spielt), also der allerbeste Kumpel vom Hund.
Im Einsatz ist der Helfer derjenige, der objektiv beobachten kann und den Hundeführer auf möglichen Durst oder Müdigkeit vom Hund aufmerksam macht. Oder es er macht eine kurze Anzeigeübung, damit Schnuffi noch weiter im Trieb bleibt.

Ich glaube, jede Organisation ist Dankbar für die Helfer ... und sie werden nicht gesteinigt, wenn sie sich dann auch einen Hund nehmen und mit ihm als Hundeführer tätig sind  ;)
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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Carola

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #5 am: 15. Februar 2011, 12:00:29 »

Ich werde mich da mal informieren... ich dachte vor einem Jahr mal, dass es das richtige Ding für Sari wäre... sie hat vor kaum etwas Angst, ist sehr neugierig, noch immer total verspielt, nasenorientiert, sportlich und lernt gerne was dazu. Nur bei uns in Köln liegt das Höchstalter bei 6 Jahren
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 14:31:34 von Pascal Hug »
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FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #6 am: 15. Februar 2011, 14:51:33 »

6 Jahre ist eh schon sehr hoch angesetzt ... bedenke: die Ausbildung dauert gute 2 Jahre!!! Mit 10 Jahren werden die meisten Hunde in Pension geschickt ... werden noch trainiert, aber nicht mehr zu Einsätzen herangezogen: die Ausdauer lässt einfach nach ... und wenn Wuffi schon mal lange gesucht hat (in Jahren!!!), dann hat er sich seinen Ruhestand auch absolut verdient ;)
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #7 am: 22. Januar 2012, 12:25:36 »

nach 15 monatiger pause, habe ich gestern mal wieder ein flächensuchtraining mit Jimmy gewagt. menno das war toll! der kleine wicht hat absolut NICHTS verlernt. er ging ab wie eine rakete, hat sich mutig durch die schlammpfützen geschlagen, sprang über äste, hüpfte in reisignester und war so glücklich wie schon lange nicht mehr :) alle opfer wurden in rekordzeiten von ihm gefunden *supermegaüberdrüberstolzbinaufihn*

tja, und ich bin nun im wieglwogl: wieder beginnen oder nicht  ::) ... das wird wohl die zeit zeigen, ob es sich mit meinem momentanen leben noch vereinbaren lässt oder nicht. wenn ich jetzt NUR nach Jimmy gehen würde, müsste ich sofort den beitritt unterschreiben  8)
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FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #8 am: 22. Januar 2012, 12:28:32 »

hehe ... vor lauter aufregung glatt vergessen zu erwähnen ... ein 3 monate junger staff war gestern auch dabei ... freu mich schon riesig ihm beim wachsen zuzusehen :)
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Sauhund

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #9 am: 22. Januar 2012, 18:31:55 »

*hehe* gratuliere zu dem tollen Erfolg! Das mit dem wieglwogl kenn ich... hin- und hergerissen zwischen dem "freuhüpf" des Hundes und dem ganzen Drumherum, was eben auch noch da ist... ;)
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liebe Grüße- Kati und das Rudel im Wald

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FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #10 am: 22. Januar 2012, 18:36:29 »

au ja ... und ich habe ja im märz vorigen jahres die super liebe truppe von der HuSchu kennen & lieben gelernt ... wie lässt sich das alles unter einem hut bringen und ein männchen hab ich ja auch noch :D ... verdammt ... der tag hat eben doch zuwenige stunden für alles :D
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Mosahi

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #11 am: 23. Januar 2012, 10:37:46 »

Hi, deinem obrigen Beitrag ist nichts mehr hinzuzufügen, klasse! :)

Bin auch in einer Staffel mit jetzt nur noch 2 Hunden da der 3. zu alt ist!
Erlebe momentan auch so einen Zwiespalt wie Du ihn beschrieben hast und werde mich auch ein wenig umstrukturieren, zum Wohle meiner Hunde und mir.
Beide arbeiten sowohl in der Fläche wie auch bei der Trümmersuche und es macht eigendlich allen Laune.
UO mäßig habe ich fast alles in petto, arbeite aber an meiner eigenen Perfektion noch ein wenig.
Man sollte vielleicht noch erwähnen das es alles sehr zeitaufwändig ist und Freiraum kaum zur Verfügung steht.
Offizielles Training ist bei uns 2x wöchendlich und an allen anderen Tagen ist der Platz, die Gelände und der Trainer auch nutzbar.
Tolle Sache....wenn der Drill nicht wäre... >:(
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LG aus Thüringen

FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #12 am: 23. Januar 2012, 18:37:54 »

*freu* noch ein Rettungshundler :) ... obwohl: ich bin ja Ex oder bald Ex-Ex-ler :D - ui, jetzt wird's kompliziert :)

Zum Zeitfaktor hab ich persönlich deshalb nichts dazugeschrieben weil: wenn ich einen Hund habe, dann muss ich auch Zeit aufbringen um mit ihm etwas zu unternehmen. Findest Du den Zeitaufwand bei 2 x Training die Woche wirklich so hoch?
Jetzt als "normaler" Hundehalter bin ich 3 x in der Hundeschule angehängt. OK, in der HuSchu sind's 1 1/2 Stunden maximal; da ist das Suchtraining schon intensiver; auf der anderen Seite, wenn ich zwei anständige Fährten in der HuSchu lege ist auch schon mal 1 Stunde um nur fürs Auslegen. Dann das Verwittern einrechnen und das Ausarbeiten, sind auch locker 2 - 3 Stunden weg (alles in allem). Letzten Samstag (neue Staffel) war ich insgesamt 7 Stunden unterwegs - 3 gingen auf die Fahrt drauf, also hab ich eine Stunde mehr als bei einem "langem" Fährtentag "verbraucht".
Und kann man von "Zeitintensiv" reden, wenn ein Menschenleben davon abhängt???
Und klar: auch mein Männchen betreibt Rettungshundearbeit - von daher ist das Verständnis schon einfacher bzw. leichter.

Und sogar den "Drill" kann ich verstehen, wenn Du jetzt - so wie ich - vom Drill an uns Hundeführern und Helfern sprichst. Ohne dem wäre ein Einsatz das reinste Chaos. Eine gewisse "militärische" Struktur da drinnen, tut ganz gut.

Und wie ich schon erwähnt habe: würde ich jetzt nur wegen Jimmy entscheiden, heißt meine Antwort sofort Ja. ABER ich bin in meiner alten Staffel ziemlich arg "hingefallen" und bin von daher menschlich betrachtet sehr, sehr, sehr vorsichtig. So wie das ganze "Schnuppertraining" gelaufen ist, hat es mir verdammt gut gefallen ... und nicht nur mir ;) ... ich werde sicher wieder zum Training gehen und werde mir dabei die Leute und arbeitsweise ganz genau ansehen ... und dann gibt's entweder ein Ja oder eben ein Nein ;)
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Mosahi

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #13 am: 24. Januar 2012, 10:58:15 »

Hi,

also das kam bestimmt ein wenig anders rüber wie ich es meinte....
Klar muss man wenn man Tiere hat immer genügend Zeit aufbringen, aber hier braucht man einfach die Muse um noch mehr, also 150% zu geben.
Bin täglich ca. 8 h auf dem Platz und im Gelände ( außer dem regulärem Training), manchmal sogar mehr und ja, ein gewisser Drill muss, nur darf dieser nicht abwertend sein und auf Kosten des RH Teams gehen.

Wollte es nur mal erwähnen da neuerdings viele in Staffeln kommen, da scheinbar neuer Trend, sich der eigendlichen Sache garnicht bewusst sind und ganz arg auf die Nase fallen. :(
Aber wir werden weiter trainieren und unseren Weg finden. :)
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LG aus Thüringen

FrauchenSpitzwichtig

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Re: Rettungshundeausbildung
« Antwort #14 am: 24. Januar 2012, 17:11:49 »

fassen wir zusammen  8)

der zeitfaktor der bei der rh-ausbildung draufgeht, wenn man es "just for fun" macht ist imens hoch

...
 
der zeitfaktor der bei der rh-ausbildung draufgeht, weil man es macht um ein menschenleben zu retten und das mit seinem besten freund = hund, ist ein klax

zu dem "trend" rh-arbeit zu machen kann ich Dir nur beipflichten ... ist ja (zumindest in Österreich!!!) ein netter anreiz den hundeführschein (wenn denn die eigene traumrasse auf so einer nutzlosen liste steht) nicht machen zu müssen oder sich die hundeabgabe (=hundesteuer) zu ersparen. von daher finde ich die "aufnahmedauer" von einigen wochen bis zu ein paar monaten ganz sinnvoll - nur so kannst den weizen von der spreu trennen.
in der neuen staffel könnte ich persönlich nur deshalb "gleich" anfangen, weil mich der staffelführer kennt und meinen einsatz zu schätzen weiß. Jimmy hat er letztens erstmals bei der "arbeit" gesehen und war mehr als nur begeistert von ihm. ich habe ihm auch absolut reinen wein eingeschenkt, warum ich aus der alten staffel ausgeschieden bin (ehrlich wärt am längsten) und mich persönlich freut es sehr, dass er mich jetzt nicht ständig fragt, ob ich mitmach oder nicht. würde ich eine liste beginnen, wäre wieder ganz klar ein + zu verzeichnen :)

und die alleralleraller schönste "entschädigung" für all die mühen ist und bleibt das auffinden - DAS kann uns keiner nehmen ... dieses saugute gefühl

und zum drill sag ich jetzt auch nix mehr, ich denke WIR verstehen uns ;)
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