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Autor Thema: Giftanschlag: Hunde entgehen Tod  (Gelesen 1240 mal)

Pascal Hug

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Giftanschlag: Hunde entgehen Tod
« am: 15. August 2012, 14:02:08 »

Ein Giftanschlag auf gleich sechs Hunde erschüttert Ebern. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen, die eventuell Hinweise auf den Täter bringen.

Ebern - Die Menschen in der Mozartstraße sind fassungslos. Ein noch unbekannter Tierquäler hat hier im Laufe des Samstagnachmittages versucht, die sechs Hunde von Alexandra Schöps und Günter Rüpplein zu vergiften. Feige erfolgte der Anschlag über den Gartenzaun, möglicherweise vom angrenzenden Behringweg aus.

Noch zwei Tage später sieht Alexandra Schöps mitgenommen aus, wenn sie von der Schreckensnacht von Samstag auf Sonntag berichtet. Gegen Mitternacht wird sie hellhörig, weil - "absolut unüblich", wie das Frauchen im Gespräch mit der Neuen Presse erklärt - Doggenbaby Aspasia im eigens eingerichteten Hundehaus zu bellen beginnt. Als Alexandra Schöps die Tür öffnet, steht sie bereits mitten in der Misere: "Alles war voll Erbrochenem", sagt sie und schüttelt fassungslos den Kopf. "Die Hundekörbe, die Matratzen, einfach alles." Alle sechs Hunde - die Beagles Ben, Boston und Calypso, Labradorhündin Zoe, die Weimaraner-Cocker-Dame Tie und die siebenmonatige Dogge Aspasia - erbrechen sich, aus dem Maul schäumend, geschüttelt von Krämpfen und Schmerzen.

Ein grauenvoller Anblick, der nicht nur Tierfreunden auf den Magen schlagen würde. Ein Weiteres trägt natürlich das Erbrochene bei, das Alexandra Schöps schnell beseitigen muss, damit die Hunde nicht weiter Gift aufnehmen. Dass sie vergiftet worden waren, stand für die Hundehalterin sofort fest. "Man konnte Hackfleisch erkennen", sagt sie und berichtet von Tablettenresten, die sie im Erbrochenen fand. Rund 100 Tabletten müssen es gewesen sein und "Unmengen von Hackfleisch", die der Tierquäler eigens gekauft haben muss. Eine Bekannte versorgt die aufgelöste Hundemama mit Medikamenten, die das Erbrechen der Vierbeiner fördern und sie damit vor dem Tod bewahren. "Ob Schäden bleiben, kann man nicht sicher ausschließen", sagt Alexandra Schöps: "Ob nicht vielleicht doch dadurch die Nieren geschädigt worden sind".

Mit Reis und Hüttenkäse werden sie derzeit noch magenschonend gefüttert. Mittlerweile sind die sechs munteren Hunde wieder auf dem Damm und begrüßen freundlich jeden, der das Grundstück der Familie betritt. Wer sie einmal schwanzwedelnd und zutraulich erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, dass ihnen jemand den Gifttod wünscht. Stören sie vielleicht die Nachbarn? Ist es das Bellen? "Natürlich bellen sie auch einmal", sagt das Hundefrauchen. Allerdings nur, wenn jemand direkt am Grundstück steht oder die Tiere gar provoziert - wie es leider oft geschieht. Doch aus dem isolierten und gedämmten Hundehaus dringt kein Laut nach außen, wo Alexandra Schöps die Hunde nachts oder zu Schulbeginn, wenn viele Schüler am Grundstück vorbeilaufen, hält.

Kann der Täter aus der direkten Umgebung stammen? Alexandra Schöps schüttelt entschieden den Kopf. "Definitiv nicht", sagt sie. "Im Gegenteil, die Nachbarn waren alle sehr bestürzt und haben mir sogar geraten, zur Polizei zu gehen."

Die Polizei hat die Tabletten sichergestellt. Die Beamten hoffen darauf, dass vielleicht doch jemand verdächtige Beobachtungen im Laufe des Samstags gemacht hat, die ihm bislang nicht wichtig erschienen waren. Auch Alexandra Schöps hofft natürlich, dass der Täter gefasst wird. Dabei geht es ihr nicht einmal um eine Erstattung der nicht unerheblichen Kosten, die das Erbrechen der Hunde mit sich gebracht hat.

Einen ganze Bulldog-Anhänger voll hat die Familie beladen mit verdreckten Hundekörben und Matratzen, die nicht mehr zu gebrauchen sind. Mit dem Hochdruckreiniger war die Familie zugange; seit zwei Tagen laufen die drei Waschmaschinen und zwei Trockner auf Hochtouren, um noch zu retten, was zu retten ist. "Es geht mir nicht um die Kosten", versichert Alexandra Schöps: "Demjenigen soll nur das Handwerk gelegt werden." Die Befürchtung ist da, dass der Tierquäler, der stillschweigend in Kauf genommen hatte, dass sechs Lebewesen sterben, weiter sein Unwesen treiben könnte. "Es schadet nicht, wenn Hundebesitzer jetzt hellhörig geworden sind", sagt die 43-Jährige.

Das Grundstück in der Sackgasse am Fußgängerweg muss jemand gezielt aufgesucht haben. "Ein Hundehasser vielleicht", mutmaßt Alexandra Schöps. Die Nachbarschaft selbst liebt die Hundeschar; eine Dame kauft sogar eigens Aufschnitt für die Vierbeiner, erzählt sie schmunzelnd. Bekannt und beliebt ist Beaglemännchen Calypso sogar im Seniorenheim, wohin er einmal ausgebüxt war und "beim Plätzchenmachen geholfen hat", lacht Alexandra Schöps. Zwei der Tiere hat sie aus dem Tierschutz, um ihnen ein neues liebevolles Zuhause zu geben: In der Hoffnung, dass sie dort noch lange zufrieden leben.

Polizei sucht Zeugen

Um sachdienliche Hinweise zu der Tat, die sich im Laufe des Samstagnachmittages oder -abend ereignet haben muss, bittet die Polizei Ebern, 09531/9240.



Quelle: Giftanschlag: Hunde entgehen Tod


Gespeichert
Der Hund ist das einzige Lebewesen auf der Erde,
das dich mehr liebt, als sich selbst.

Josh Billings


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