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Autor Thema: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel  (Gelesen 7750 mal)

shayen64

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Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« am: 16. März 2012, 19:53:11 »

Braune Knopfaugen, Stupsnase, Wuschelfell. Sieht SO eine Beiß-Bestie aus?



Weil Pudel Moritz (6) einen Mann gezwickt hatte, wurde er vom Ordnungsamt Braunschweig als „Kampfhund" eingestuft. Frauchen Anke B. (45) unter Tränen: „Ich muss Moritz am 19. März für immer im Tierheim abgeben."

Hintergrund: Der ALG-II-Empfängerin fehlen die 1400 Euro für den amtlich geforderten Gegenbeweis, dass der Pudel kein Kampfhund ist.

Hunde-Trainerin Janine Hecker (30) hatte Moritz vorab schon mal begutachtet. Ihr Fazit: „Das ist ein absoluter Witz. Dieser Schoßhund hat gar nicht die Beißkraft jemanden zu verletzten. Moritz ist vom Wesen her ein absoluter Familienhund, zwar ein wenig verängstigt, aber definitiv kein Kampfhund."

Quelle: http://www.bild.de/news/leserreporter/kampfhunde/harmloser-hund-pudel-soll-ins-tierheim-23161254.bild.html


Persönliche Anmerkung von mir (shayen64):
Den Satz der Hundetrainerin:
"Dieser Schoßhund hat gar nicht die Beißkraft jemanden zu verletzten."
ist hoffentlich ein Scherz der Trainerin!!!
Nein mal ehrlich, das sind doch genau die Aussagen, die unsere Listis wieder ins schlechte Licht rücken. Jeder Hund kann jemanden verletzen, unabhängig von seiner Beisskraft! ( ich hasse dieses Wort)



« Letzte Änderung: 17. März 2012, 12:34:39 von shayen64 »
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Bull Terriers Hope

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #1 am: 17. März 2012, 10:28:17 »

Oh man das is wirklich ein absoluter Witz!!!
Mal davon abgesehen, dass dieser Artikel von der Bild kommt, ein Fünkchen Wahrheit ist ja auch bei denen dabei...
"Schöne neue Welt, unsre Feinde sind wir selbst.
So sterben Träume!" -Onkelz-
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Sonya72

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #2 am: 17. März 2012, 10:38:14 »

... traurig, wahr, aber gerecht allen anderen gegenüber... ich finde es ist egal ob ein pudel dackel oder pinscher beist zwickt oder krazt... nur weil sie klein sind ... haben auch da die besitzer auch wen sie hartz4 bekommen die gleichen pflichte und kosten wie jeder andere auch, und wen er nen gezwickt hatt ist es auch egal ob eine dogge zwickt oder ein pudel oder ein staff ... die haben die gleichen auflagen zu bekommen wie alle andern auch ... gleiches recht für alle !!!
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Berylium

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #3 am: 17. März 2012, 10:55:46 »

ja ja immer alle über einem Kamm..............merkt mal jemand das, dass genau das PROBLEM unserer Gesellschaft ist?...Hartz4 ist da ein super Beispiel bei dem ich direkt anfange zu  >:D.....
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Sonya72

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #4 am: 17. März 2012, 11:18:47 »

ja ja immer alle über einem Kamm..............merkt mal jemand das, dass genau das PROBLEM unserer Gesellschaft ist?...Hartz4 ist da ein super Beispiel bei dem ich direkt anfange zu  >:D.....

wie meinst du das nun ???  ich will ja nicht alle über einen kamm scheren, aber ich finde schon das alle das gleiche recht haben sollten, egal was sie verdienen oder welchen hund sie haben ...die gleichen pfichten natürlich auch !!!
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Harald Grün

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #5 am: 17. März 2012, 19:37:43 »

Wenn man heute mal so in der Bild liest, was Leser so schreiben, merkt man doch, das viele noch nichts kapiert haben.
Da meinte tatsächlich einer, ob das OA den Unterschied zwischen Pudel und Kampfhund nicht kennt.
Ich sage auch, es ist voölkommen egal welche Rasse jemanden verletzt.
Hund, die nicht erzogen sind und mal zu beissen oder sonstiges, was gegen die öffentliche Sicherheit verstösst, gejhören als Gefährlich eingestuft und die Auflagen müssen auch da erfüllt werden.
Da sieht man aber wieder, das viele noch der Meinung sind, das Nichtlistis keine Auflagen bekommen sollten. Und erklären das damit, das sie ja nicht zu den Gefährlichen Rassen gehören.
Ich hoffe durch diesen Fall, das doch mal ein paar mehr nach denken, das tatsächlich andere Rassen oft gefährlicher sind, als die diskriminierten Rassen.
Auch die Nichtlistihalter sollten nach einem Vorfall mal merken, wie es ist, was unsereins alles erfüllen muss, um einen Listi zu halten.

Im übrigen hab ich auch Hartz IV und kann die Auflagen erfüllen.
Es spielt ergo keine Rolle, von was der Halter lebt. Es geht immer irgendwie.
« Letzte Änderung: 17. März 2012, 19:40:20 von Harald Grün »
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Stefan Christ

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #6 am: 17. März 2012, 20:52:57 »

Da kann ich Harald in jeder form zustimmen und habe auch nichts zu ergänzen.
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Harald Grün

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #7 am: 18. März 2012, 20:22:20 »

Danke.
Leider habe ich heute mit dem thema eine Auseinandersetzung gehabt.
Da hiess es von meinem Gegener natürlich, das der arme Pudel nun im TH sitzt, sattt bei seinem Besitzer, die das Geld wegen Harzt IV nicht aufbringen kann.
Ich sehe das in dem Falle, das es keine Rolle spielt, ob es ein Harzt IV Emofänger getroffen hat, oder jemand der sich das Gegengutachten locker leisten könnte.
Für mich geht es, wie sicher einigen anderen auch, um die Gleichbehandlung. Denn auch die HVO sagt aus, das ein Hund, der ohne Grund ein Tier oder einen Mensch angreift und verletzt, als gefährlich eingestuft wird und getestet werden muss.
Allerdings stößt mir der angegebene Betrag von 1400 € schon auf.
Das kann nicht ganz stimmen.
Denn ich habe für die ganzen Auflagen plus Unterstützung vom Regierungspräsidium ca 400 € bezahlt.
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Sauhund

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #8 am: 19. März 2012, 02:20:38 »

die 1400 € werden wohl von der "Bild" geschönigt worden sein, einen kleinen Obulus wird die "arme Frau" durch das ausführliche Interview ja auch erwirtschaftet haben.
Sorry, mir fehlt da jedes Verständnis dafür. Die Gleichberechtigung ist korrekt, und WENN sie wirklich so an ihrem Pudel (mit ohne Beißkraft  :floet2:) hängt, hätte sie einen Weg gefunden, die Auflagen zu erfüllen.
Ich hab den Eindruck, dass der Pudel evtl. den Test gar nicht bestehen hätte können.... leider ist das oft meine Erfahrung mit "Schmusehunden"... die Besitzer haben ihnen keinerlei Erziehung angedeihen lassen.
Und das Tier muss es wiedermal ausbaden.
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Sonya72

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #9 am: 19. März 2012, 07:36:30 »

... wo für die 1400,- nun gewesen sein sollen auf anhieb weis ich auch nicht,...
ich musste die sachkunde bezahlen(75,-), das führungszeugnis (10,-), ne gute hohe/höhere hapftpflicht...
dann halt das grundstück absichern, maulkorbkaufen blaues leuchtendes halsband kaufen...
warum der wesenstest... mir wurde abgeraten ihn zu machen, da er gezwickt bzw wie die es nennen gebissen haben,
kommt er mit oder ohne test da nicht mehr raus ... die auflagen bleiben , hatte ja auch wiederspruch eingelegt mit nem anwalt,
aber alles zwecklos ... also verteh ich nun nicht warum nun bei den fällen imer noch von nem wesenstest gesprochen wird ???
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Nadine

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Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #10 am: 19. März 2012, 11:08:44 »

Einfach nur unglaublich...  :o
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Harald Grün

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #11 am: 19. März 2012, 12:31:55 »

Im Grunde ist ja, wie alle wissen, der WT eh Schwachsinn. Zumindest einiges, was in dem Prüfungskatalog vorgeschrieben wird.
Es ist allerdings Tatsache, das gerade viele Kleinhunde und natürlich auch Nichtlistis den WT nicht unbedingt bestehen würden, weil viele Besitzer der Meinung sind, das man Nichtlistis und besonders Kleinhunde nicht so zu erziehen braucht, wie es von den Listis gefordert ist.
Man braucht sich ja nur die vielen versauten Hunde anzusehn.
Und auch die Besitzer, die immernoch der Meinung sind, "dertutnix" u.s.w.
Und wenns dann doch knallt, ist das Geschrei groß. Das haternochniegemacht!
Wer sich viel mit Hunden beschäftigt, weiss, das es ein langer Weg sein kann, einen versauten Hund in die richtigen Bahnen zu lenken.
Und Hundebesitzer, die einfach mal nen Hund haben sollten meiner Meinung nach auch mal in die Pflicht genommen werden, sich mal mit der Erziehung zu befassen.
Durch die Medien werden doch ständig nur bestimmte Rassen nieder gemacht. Nur Tausende Vorfälle, die monatlich in ganz D passieren, die interessieren niemanden.
Im Gegenteil. Beisst mal ein Goldie o.ä. zu, wird erörtert, warum er gebissen hat. Listis werden dann ohne erörterung des warums bestraft.
Und das was mir aufstösst, ist, wenn ein Hund den WT mit bravour bestanden hat, das er trotzdem sein ganzes Leben als gefährlich gilt.
Ein Schwerverbrecher wird rehabilitiert, nachdem er seine Strafe abgesessen hat. So sollte es auch bei Hunden sein.
Mein Nichtlisti hat 2 mal den WT super bestanden, aber er gilt für das OA bis zu seinem Ende als gefährlich.
Und das ist nicht korrekt.
Deshalb sollten tatsächlich nur die Hunde sanktioniert werden, die auch wirklich gefährlich sind.
Und wenn man sie dann irgendwann in die richtigen Bahnen gelenkt hat, so sollten auch die dann rehabilitiert werden.
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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #12 am: 19. März 2012, 15:29:14 »

Seien wir mal ehrlich, die meisten "normalen Hunde" würden den Wesenstest nicht bestehen.
Den letzten WT den ich mit meiner Hündin gemacht habe (in Oberhausen-Sterkrade, ist 6 Jahre her), hätten 95% der am Hundeplatz trainierenden, nicht bestanden. Das war O-Ton des Vorsitzenden des Schäferhundvereins. Ich hätte fast nicht teilnehmen dürfen, weil ich mich geweigert hatte ein Stachelhalsband anzulegen. Der zuständige Amtsvet meinte, nur damit könnte man einen Kampfhund bändigen >:D. Boah war ich sauer. Der Vorsitzende des Vereins hat mir dann eines geliehen (deine Hunde hören doch immer aufs wort, sagte er), was ich dann mit den Stacheln nach außen anbrachte. Hat der Amtsvet dann mit viel hin und her aktzeptiert. Mein Hund hat mit höchstmöglicher Punktzahl abgeschnitten, allerdings mit Tests, die jeder kynologischen Grundlage entbehren.  >:(Trotzdem hatte ich 680€ Hundesteuer für meinen gefährlichen Hund. Ich habe (nachdem ich den Schein hatte) die "normalen" Gehorsamsübungen mit meinem "Schäferhund-Suchgeschirr" (verwende ich auch für Hunde die stark ziehen) und ohne Leine, nochmal vorgeführt. Da war der Amtsvet baff! [smiley=daumen1] Habe ihm dann erklärt, dass man einen Hund besser mit Verstand, als mit einem Stachelhalsband führt :D

Auch ich stehe zu der Aussage: " KEIN HUND, EGAL WELCHE RASSE, GRÖßE, GEWICHT DARF EINEN MENSCHEN BEIßEN, ES SEI DENN ER VERTEITIGT SEINE FAMILIE! AUCH DA MÜSSEN ALLE GLEICHBEHANDELT WERDEN!

Die Hunde für die ich angerufen werde, sind ganz normale und keine Listenhunde. Der letzte Goldi, hat meinem Kollegen kurz den Arm mit vier Löchern versehen. Das sind aber doch Familienhunde. :floet2:

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LG
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Stefan Christ

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #13 am: 19. März 2012, 15:56:14 »

oh da hat wohl einer den Beruf verfehlt.
jaja immer das selbe mit diesen rassisten.
ich hätte an dem test nicht teilgenommen. alleine schon aus protest
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Harald Grün

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Re: Moritz ist Deutschland erster Kampfpudel
« Antwort #14 am: 19. März 2012, 19:41:17 »

Naja. Vorsitzender vom Schäferhundeverein sagt ja schon so manches aus.
Ich hab auch schon genug erlebt, wie gerade die mit Hunden arbeiten.
Und da ich lange mit Hunden gearbeitet habe, die sonst nicht vermittelbar wären, musste ich bei keinem mit solchen Mitteln arbeiten.
Selbst mein eigener, der mal so gefährlich war, das er eingeschläfert werden sollte, hat beide WT´s mit bravour bestanden. Und das ohne irgendwelche Hilfsmittel.
Selbst mehrere Trainer, AmtsVet und OA sind heute noch erstaunt, das es möglich ist.
Und wenn ich da gerade an einen Kangal denke, der schon ein paar Leute ins KH gebissen hatte, könnte ich nur den Kopf schütteln, wenn einer meint, das man mit dem mit Starkzwang arbeiten muss. Und der ist einer meiner besten Hundefreunde.
Bauchgefühl und eigene Körpersprache reichen fast immer aus.
Aber da sieht man mal wieder, was so manche Leute denken, wie man mit den verschiedenen Rassen umgehn sollte.
Wenn einer kommt und meint, man müsste dem Hund nen Stachler anlegen, such ich lieber kompetentere Leute.
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