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Autor Thema: VPG  (Gelesen 1556 mal)

Sarah Pohl

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VPG
« am: 02. Februar 2011, 13:48:28 »

VPG Vielseitigkeitsprüfung

Die Ausbildung eines Schutzhundes soll schon in jungen Jahren beginnen. Im Sport geht es vor allem darum, den geführten Hund zu einem absolut sicheren, zuverlässigen und auch in Extremsituationen völlig gehorsamen Begleiter zu trainieren. Im VPG-Bereich (VPG: Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) geführte Hunde sind daher meistens wesentlich selbstsicherer, ruhiger und besser zu führen als ihre nicht ausgebildeten Artgenossen. Heute bildet man die Tiere immer mehr ausschließlich über Motivation und Spiel aus.

Die VPG – Prüfung kann in 3 Leistungsklassen abgelegt werden (I – III) wobei die Anforderungen stetig steigen.

Hierbei unterscheidet man Abt. A –Fährte, Abt.B –Unterordnung, Abt.C - Schutzdienst

Abt. A: Der Hund muss eine Fährte intensiv und ruhig ausarbeiten. Die Länge und Liegezeit der Fährte variiert je nach Prüfungsstufe, hierbei soll er mehrere Gegenstände
(10 x 2 x 1 cm) verweisen.

Abt.B: Hier werden verschiedene Übungen wie, Freifolge, Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung, Apportieren, Sprünge über eine Meterhürde und eine Kletterwand, Vorraussenden mit Ablegen und Ablegen unter Ablenkung gezeigt. Der Schwierigkeitsgrad ist der jeweiligen Prüfungsstufe angepasst

Abt. C: Schutzdienst, wird auch Gehorsam unter Belastung genannt. Hier muss der Hund 2 – 6 Verstecke nach dem Scheintäter abrevieren, stellen, verbellen, eine Flucht vereiteln und einen Angriff abwehren. Hierfür muss der Hund einige Anforderungen in der Selbstsicherheit, Belastbarkeit und Triebverhalten erfüllen.

Der Hund im Sport lernt nicht, wie oft falsch dargestellt, einen Menschen zu beißen, sondern kann seinen Beutetrieb artgerecht ausleben. Im Sport werden die Hunde ausschließlich auf den Ärmel des Helfers fixiert; außerhalb des Hundeplatzes und ohne den Ärmel wird ein ausgebildeter Sportschutzhund keinen Menschen angreifen -im Gegenteil. Er reagiert laut Statistiken wesentlich nervenfester auf neue, ungewohnte Situationen.
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Andrea Patzner

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Re: VPG
« Antwort #1 am: 02. Februar 2011, 23:49:09 »

auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mach...und ja in der Theorie hast du recht Sarah....aber ich krieg leider immer wieder dann die Hunde, bei denen es schief gelaufen ist zum "umerziehen".......und ich bin immer noch der Meinung, dass Hunde in privater Haltung keine Ausbildung zum Schutzdienst benötigen.....es gibt tonnenweise andere Sportarten, die sich für Hunde die in Familien leben besser eignen.
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Sarah Pohl

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Re: VPG
« Antwort #2 am: 04. Februar 2011, 08:03:42 »

ich habe da andere erfahrungen gemacht,..ich trainiere mit einer sehr bissigen hündin. hat sie einmal vertrauen zu einer person gefunden, schnappt und beißt sie nicht mehr. die besitzerin meinte wenn der hund sich im laufe des nächsten jahres nicht einkriegt, gibt sie sie weg...da ich so kleine gestörte fellnasen liebe, meinte ich geb mir 1 jahr und ich mach nen schmusehund draus....die ersten 2 monate..konnte ich sie nicht anfassen...die besitzerin hat sie auf mein anliegen an einen beißkorb gewöhnt und ich habe sie dann 2 monate lang immer aufm platz laufen lassen (mit korb), während einfach nur rum lief oder saß ect., dann iwann begann ich sie zu futtern und nach 3 1/2 monaten hatte ich ihr vertrauen....wir haben mit u-ordnung begonnen zu trainieren, dann agility, und seit 4 monaten machen wir schutzdienst....sie hat nen riesen spaß dran...seitdem hat sie KEINEN mehr getackert...zwar ist sie immer noch ne tickende zeitbombe, aber durch den regelmäßigen schutzdienst ist sie sicherer geworden (sie ist ein agst beißer).....und nur so am rande, ich bin heil froh, das lotte im vpgsport ausgebildet ist ;)
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Andrea Patzner

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Re: VPG
« Antwort #3 am: 04. Februar 2011, 09:22:57 »

Sarah...wenns jemand macht, der weiss was er tut, wenn die Methoden die richtigen sind und wenn die Besitzer das im Griff haben....ja dann kann es durchaus gut gehen.......aber leider ist das nicht immer der Fall......dass meinte ich
Ich frag mich auch immer wieder warum niemand bei Angstbeißern oder was auch immer für Problemen an Sozialisation und Rudelarbeit denkt..........das ist effektiver und eine Problemlösung keine Symptomlösung......aber das ist wie wenn ein Schulmediziner mit nem Heilpraktiker diskutiert ;)
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Andrea Patzner

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Re: VPG
« Antwort #4 am: 04. Februar 2011, 09:24:25 »

also meine eigene Antwort meinte ich...nicht du und ich ;)
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Carola

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Re: VPG
« Antwort #5 am: 06. Februar 2011, 09:56:29 »

Ich finde, es kommt auch immer auf den Hund an! Bei Staffs und Co wird dir jeder, der ein bißchen Ahnung hat, von einer Schutzhundeausbildung abraten!! Für meine Sari wäre es nichts... sie hat von Natur aus schon einen sehr extremen Schutztrieb und ich bin froh, dass ich diesen im Griff habe. Fördern sollte man den bei einigen Hunderassen definitiv nicht! Das kann nach hinten losgehen!
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Andrea Patzner

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Re: VPG
« Antwort #6 am: 06. Februar 2011, 11:08:49 »

stimm ich dir im Prinzip zu Carola....allerdings unabhängig von der Rasse.......unsichere Hunde sind denkbar ungeeignet für den Schutzdienst - egal welche Rasse.......aber leider sind viele Hundehalter die es trotzdem machen noch wesentlich ungeeigneter für die Schutzhundausbildung als ihre Hunde
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Désirée Trinkler

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Re: VPG
« Antwort #7 am: 06. Februar 2011, 16:00:23 »

naja, meine lieben freunde
ich bin jetzt mal ehrlich ;) ;) ;)
Bis im Dezember war ich totaler schutzhundgegner (ausser diensthunde). ich hab es miterlebt, was passiert wenn ein Hund über Wehr (statt Beutetrieb) aufgebaut wird, nur damit sein Herrchen schneller an den Prüfungen teilnehmen kann. Gerry, der Rüde meines Ex wurde leider nur 5 Jahre alt. Mit 5 Jahren hat er einen Kleinen Hund totgebissen
Dann letzten Frühling, habe ich nen 10,5Mt jungen Hund aus einer Notvermittlung aufgenommen. Einen Rottweiler aus einer Leistungszucht. Der "Kleine" hat extrem viel Trieb. In hoher Trieblage ist er mir sogar schon frontal in ein 30km/h fahrendes Auto gerannt und es hat ihm nichts getan!! Also er blendet dann auch jeden Schmerz aus! Nach Gesprächen mit meinem Trainer (Diensthundetrainer in der Schweiz) Bubas Züchterin sowie Polizei und Grenzwachtkollegen welche Diensthunde führen, entschloss ich mich mal mit dem Schutzdiens anzufangen. Denn alle haben unabhängig voneinander gesagt, dass dies helfen könne, da Buba gezielt in höhere Trieblagen gebracht wird und auch wieder gezielt in Tiefere Trieblagen kommt. Ich mach nun seit Dezember mit ihm Schutzhund (Grundausbildung natürlich abgeschlossen wird aber immer weiter trainiert) und es wirkt echt. aufs Kommando aus lässt er auch auf einige Meter entfernung alles aus dem Mund was er grad drinn hat. Zudem kann ich ihn mit dem Kommando "ruhig" echt beruhigen.
ABER es ist wichtig einen guten schutzdiensthelfer zu haben sowie selber genug hirn im kopf, den schutztrieb nicht noch auszunutzen um sein ego auf zu polieren.
Zum Thema ängstliche Hunde sollen keinen Schutz machen...
Ich kenne 2 Hunde die sehr ängstlich waren. Die wurden über Beutetrieb in ganz langsamen schritten zum schutzdienst herangeführt und die wurden dadurch sicherer... es muss halt einfach passen....
ich bin auch der meinung, dass es genug andere sportarten gibt aber es gibt echt fälle/hunde, wo schutzdienst von vorteil sein kann, wenn er richtig aufgebaut und trainiert wird
« Letzte Änderung: 03. November 2011, 14:38:27 von Pascal Hug »
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Es ist konfus mit zwei Rottis zusammen zu leben, im selben Bett zu schlafen usw und dann wird man von einem Schäfermischling in den Arm gebissen!!

Sarah Pohl

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Re: VPG
« Antwort #8 am: 08. Februar 2011, 22:47:53 »

Da muss ich dir zu 100% rechtgeben desiree!
die hunde, welche ängstlich sind, werdn meiner meinung nach sicherer und in ihrem wesen gefestigt...die hunde wo schutzdienst machen, werden auf den arm trainiert (konditioniert) und bauen über diesen weg stress und agressionen ab..zu dem lernt man seinen hund aus dem trieb zu holen...das kann bzw ist auch im realen leben sehr hilfreich
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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Andra

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Re: VPG
« Antwort #9 am: 09. Februar 2011, 08:18:07 »

Ich bin da ganz auf Andreas Seite!
Ich kenne auch genug Hunde, die durch VPG erst richtig zu Problemhunden geworden sind.
Es gibt genug andere Möglichkeiten seinen Hund sinnvoll zu beschäftigen.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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Liebe Grüße
Petra mit Andra und Baby Herman

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

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Andrea Patzner

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Re: VPG
« Antwort #10 am: 09. Februar 2011, 09:59:23 »

Das Problem sind wie immer nicht die Trainer und Hundehalter, die es richtig machen - sondern die die Mist bauen......
aber trotzdem halte ich es nicht für sinnvoll einem Hund das Beißen (sorry - Arm packen ist beißen) überhaupt beizubringen.
Ein großer Teil meiner Arbeit ist es den Hunden beizubringen nicht zu beißen (Beißhemmung) NIE, unter keinen Umständen.....und das hat einen Grund
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970, 01:00:00 von Guest »
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