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Autor Thema: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen  (Gelesen 18228 mal)

silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #15 am: 12. November 2011, 21:35:49 »

Augen auf beim Welpenkauf!

Unsere Hunde stammen aus Zuchtstätten, die dem Deutschen Retriever-Club e.V. (DRC) angeschlossen sind. Der DRC ist wiederum Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), und dem internationalen Dachverband FCI (Fédération Cynologique Internationale). Wir sind selbst Mitglied im DRC und züchten auch in diesem Hundezuchtverein. Warum legen wir Wert auf Hunde mit VDH-Papieren, obwohl es auch Hunde ohne VDH-Papiere oder ohne irgendwelche Papiere gibt, die gesund sind und dem Rassestandard entsprechen und obwohl auch in VDH-kontrollierten Zuchten Krankheiten auftreten können? Warum setzen wir uns dem von Hundehändlern und Schwarzzüchtern immer wieder vorgebrachten Vorwurf der Vereinsmeierei und der Arroganz aus?

Auf diese Fragen gibt es mindestens zwei wesentliche Antworten. Die erste lautet: der Hundehandel ist für die Hunde, ihre Besitzer und die gesamten Rassen die schlimmste Geißel. Die »Produktion« von Welpen in Wurfanstalten, die unablässige Ausnutzung der Mutterhündinnen bis zu deren totaler Erschöpfung, das Nicht-Beachten der hygienischen Mindestvoraussetzungen, das Fehlen an Sozialisation der Welpen, die viel zu frühe Trennung der Welpen von Mutter und Geschwistern führt zu unsagbarem Unglück bei den betroffenen Hunden und in aller Regel auch bei den Käufern solcher Welpen, die in vielen Fällen ihr Leben lang (das oft nur sehr kurz währt) krank und häufig unfähig zur Bindung an den Menschen sind.

Leider besteht zwischen den Hundehändlern und den Züchtern, die sich nicht den Vorschriften des VDHs unterstellen (»Schwarzzüchter«), eine oft enge Verbindung. So kaufen viele solcher Züchter Welpen vom Hundehändler zu, um ihre vielleicht tatsächlich vorhandenen Würfe »aufzustocken«. Dass dies in betrügerischer Absicht geschieht, ist klar: der Welpenkäufer kann selbstverständlich im Nachhinein nicht mehr feststellen, wer die Vorfahren seines Hundes waren, ja nicht einmal, wer seine Mutter war. Stellt er das später fest und bemüht sich, doch etwas über den Hintergrund seines Hundes in Erfahrung zu bringen, wird er oft merken, dass ihm sein »Züchter« alle notwendigen Informationen verweigert. So wird in vielen Fällen der Kontakt der Welpenkäufer untereinander peinlich vermieden, damit diese nicht gemeinsam gegen den Züchter vorgehen können.

Dem kommerziellen Hundehandel muss - vor allem zum Wohl unserer Hunde und aus tierschützerischen Gründen - mit allen Kräften Einhalt geboten werden!

Die zweite Antwort betrifft insbesondere solche Zuchten, die ohne erkennbare betrügerische Absicht, aber auch ohne irgendwelche Einsichten in Bedingungen und Notwendigkeiten der Zucht einfach Hunde vermehren (sonst würden sie sich den Zuchtbestimmungen der VDH-Vereine ja nicht entziehen). Sie hängt daher mit dem Prinzip der Hundezucht überhaupt zusammen. Zucht heißt nicht blindes, unkontrolliertes Hundevermehren, egal ob aus emotionalen oder wirtschaftlichen Gründen. Die Reinzucht einer Rasse besteht ja gerade darin, dass über viele Generationen hinweg immer nur Hunde mit robuster Gesundheit und mit den für die Rasse erwünschten Eigenschaften ausgewählt und zur Zucht verwendet werden. Die verwendeten Linien und ihre Eigenschaften, die Gesundheitswerte und die Prüfungsergebnisse aller Ahnen und Nachkommen müssen selbstverständlich lückenlos dokumentiert sein, damit eine positive Wirkung der Zucht auf die Rasse überhaupt möglich ist. Kein Tier, das den Zuchtbestimmungen nicht entspricht, darf zur Zucht zugelassen werden.

Nur VDH-Papiere bieten Gewähr dafür, dass die in ihnen dokumentierte Abstammung für den Hund auch den Tatsachen entspricht, dass die Zuchtbuch-führende Stelle eine unabhängige Instanz ist. Viele andere »Zuchtvereine« geben Blankoformulare aus, die vom Züchter selbst nach seinen Wünschen ausgefüllt werden. Darin findet man dann Angaben über Elterntiere, die zum Zeitpunkt des Deckens schon nicht mehr lebten, es tauchen offensichtlich falsche Zuchtbuchnummern auf oder es werden Rüden als Hündinnen und umgekehrt aufgeführt. Wer sicher sein möchte, dass die in der Ahnentafel seines Hundes aufgeführten Vorfahren auch tatsächlich die Vorfahren seines Hundes sind, der muss einen Hund von einem VDH-Züchter erwerben. (Vorsicht: es tauchen vermehrt Hunde nur mit FCI-Papieren auf, insbesondere aus Massenzuchten im Ostblock und an der holländisch-deutschen Grenze. Diese Papiere sind in vielen Fällen - obwohl FCI-genehmigt - gefälscht!) dassdie Zuchtbücher der VDH-Vereine geschlossen sind, ist es nicht gestattet, fremde Rassen, die unter Umständen für eine andere Rasse unerwünschte Eigenschaften einbringt, einzukreuzen (z.B. goldener Hovawart und Golden Retriever; es kann unerwünschte Schärfe und Aggression auftreten; eine solche Paarung ist aber vom Welpenkäufer u.U. nicht zu bemerken).
Die dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine kontrollieren ihre Züchter und deren Zuchtstätten. Die Züchter müssen Sachkenntnis medizinischer und allgemein kynologischer Art nachweisen; sie müssen auch nachweisen, dass sie in der Lage sind, für eine optimale Entwicklung und vor allem Prägung und Sozialisierung der Welpen zu sorgen, solange diese noch bei der Mutterhündin sind. Die Zuchtstätten müssen nicht nur den gesetzlichen Bestimmungen genügen, sondern es werden hohe Ansprüche an Platz und Ausstattung gestellt. Jeder Zwinger wird vor seiner Zulassung kontrolliert. Der Züchter ist verpflichtet, seinen Welpenkäufern alle verfügbaren Informationen über den Welpen weiterzugeben; er wird sich darüberhinaus weiter selbst verpflichten, »seine« Welpenkäufer während des gesamten Lebens der von ihm gezüchteten Hunde mit Rat und Tat zu unterstützen.
Die dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine sind verpflichtet, ihren Züchtern bestimmte Mindestauflagen zu machen bezüglich der für eine Zuchtzulassung notwendigen gesundheitlichen Untersuchungen ihrer Zuchttiere. Im DRC bedeutet das, dass der Hund mit mindestens einem Jahr an Hüftgelenken und Ellbogen geröntgt wird und dass diese Röntgenaufnahmen durch einen hierfür vom Verein bestellten Gutachter beurteilt und klassifiziert werden. Es kommt häufig vor, dass der Röntgen-Tierarzt selbst eine vom Gutachter abweichende Einschätzung abgibt, wodurch eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse nicht möglich ist. Nur begutachtete Ergebnisse sind vergleichbar und damit auch aussagefähig.
Zusätzlich zu Hüftgelenken und Ellbogen müssen Zuchttiere jährlich auf erbliche Augenkrankheiten untersucht werden.
Speziell für die Retrieverzucht gilt: die VDH-Vereine verlange von ihren Zuchttieren einen Wesenstest. Es soll gewährleistet sein, dass nur sichere, unaggressive, freundliche, schussfeste Retriever mit dem typischen Wesen in die Zucht gelangen. Viele derjenigen Hunde, mit denen außerhalb des VDHs gezüchtet wird, waren selbst - oder ihre Vorfahren - Hunde mit VDH-Papieren, die jedoch die Zuchtzulassung aus Gesundheits- oder Wesensgründen nicht erhalten konnten. Wenn mit solchen Hunden dennoch gezüchtet wird, ist dies für die Rasse selbstverständlich von Schaden, da die Gefahr des Verlusts rassetypischer Eigenschaften groß ist. Dies zeigt sich leider immer häufiger in Berichten über aggressive, sogar dem Menschen gegenüber bissige und unerziehbare Retriever - sehr zum Schaden des Ansehens unserer Retrieverrassen.
Der DRC bietet für Hunde mit VDH-Papieren eine Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten und retrievergerechten Prüfungen. Diese stehen Hunden ohne VDH-Papiere und deren Führern nicht zur Verfügung, da Schwarzzucht und Hundehandel nicht unterstützt werden dürfen. Die völlig rationalen Gründe hierfür wurden oben erläutert - das hat also nichts mit Arroganz oder Ausgrenzung zu tun. Ebenso ist auch der von Schwarzzüchtern oft gebrauchte Vorwurf der Vereinsmeierei unhaltbar: Man muss nicht DRC-Mitglied sein, um seinen Hund auf einem DRC-Platz ausbilden zu können - nur der Hund muss aus den genannten Gründen VDH/FCI-Papiere haben.
Achtung: Ein anderer Verein, der nicht wie der Deutsche Retriever Club VDH-Mitglied ist, der "Deutsche Rassehundeclub" firmiert unter derselben Abkürzung. Dies führt leider immer wieder zu Fehlinformationen und Enttäuschungen bei den Welpenkäufern. Auch die Abkürzung "FCI" ist nicht einmalig. Eine spanische Hunde-Organisation, der sich auch deutsche "Züchter" außerhalb des VDH angeschlossen haben, sorgt mit derselben Abkürzung für Verwirrung. Achten Sie daher unbedingt auf die Bestätigung der VDH/FCI-Mitgliedschaft!
© Ursula und Roland Friedrich
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silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #16 am: 12. November 2011, 21:37:08 »

Mit sehr dreisten Tricks werden von einer vietnamesischen Hundemafia derzeit angebliche VDH-Welpen mit gefälschten Stammbäumen im Raum Berlin (ggf. aber auch an anderen Orten in Deutschland) zu Schleuderpreisen (150 Euro) verkauft.

Die derzeitige Masche (die sicherlich auch abgewandelt wird) ist die: Es wird mit VDH-Welpen mit VDH-Stammbaum geworben, der aber gefälscht ist. Dazu werden VDH-Stammbäume aus dem Internet kopiert, die Zwingernamen und Namen der Züchter verwendet und es wird als VDH-Mittelsmann Herr Jürgen B. angegeben, der angeblich die Welpen beim namentlich genannten VDH-Züchter (z.B. Eduard und Cornelia S. - von der Z., es ist wahrscheinlich, dass auch andere Züchter auch anderer Rassen betroffen sind) abholt und nach Berlin bringt. Es werden auch Fotos der Welpen oder angeblicher Eltern der Welpen von den Homepages von VDH-Züchter missbraucht. Um dem Verkauf weitere Seriösität zu verschaffen, wird auch ein Schutzvertrag abgeschlossen. Die Übergabe der Welpen wird zunächst an einer Adresse vereinbart, dann aber mehrfach verschoben, am Ende trifft man sich auf einem S-Bahnhof oder unter einer Brücke.

Das Fatale daran ist, dass, wenn man die Angaben im Internet recherchiert,man natürlich nur beim VDH-Züchter landet und somit der Anschein erweckt wird, dass es VDH-Welpen wären, was aber nicht der Fall ist. Alle Daten sind gefälscht und werden missbraucht. Wer sich nicht sicher ist, ob er an diese Hundemafia geraten ist, sollte sich mit dem auf der Ahnentafel angegebenen Züchter in Verbindung setzen und sich über die Transaktion direkt bei ihm informieren, der das dann sicher aufklären kann.

Es handelt sich wie gesagt um Fälschung und Betrug und Welpen, die teils noch nichtmal einen 1. Zahndurchbruch haben, also weit unter 8 Wochen alt sind. Die betreffenden VDH-Züchter sind zwar existent, sie haben aber rein gar nichts mit diesen Machenschaften zu tun.

Polizei und Veterinäramt sind bereits informiert.

Ganz wichtig!!! Wer ebenfalls auf diese oder eine ähnliche Masche reingefallen ist, der sollte umgehend Strafanzeige bei Polizei/Staatsanwaltschaft machen und das Veterinäramt informieren, je mehr betroffene Leute Anzeige erstatten, desto eher kann man den Betrügern habhaft werden, denn natürlich gibt es keine richtigen Namen und keine richtigen Adressen.

Grundsätzlich sollte man keinerlei Übergaben, die nicht an einer festen Wohnadresse in der Wohnung stattfinden zustimmen, da ist in aller Regel ein Haken dran. Außerdem sollte man sich den Personalausweis des Verkäufers zeigen lassen und die Personalausweisnr. notieren. Umgekehrt machen das auch viele Züchter, dass sie die Personalausweis-Nr. des Käufers im Kaufvertrag notieren.

Eine weitere Masche ist, dass Hundehändler aus dem Ausland, z.B. Kamerun, sich ganze VDH-Züchter-Homepages aus dem Internet kopieren und mit dem Namen des Züchters und den Welpenbildern, werben. Ursprünglich haben die Händler aus Kamerun lediglich Inserate im Internet aufgegeben und Vorkasse verlangt, der Welpe kam natürlich nie an, weil es gar keine Welpen gibt, und das Geld war futsch, denn was will man in Kamerun schon mit einem Gerichtsverfahren wegen 300 Euro Verlust, Gerichtsstand ist immer der Ort des Verkäufers. Vermutlich, weil viele Interessenten nach VDH-Papieren gefragt haben, sind diese Leute auf die Idee gekommen, Markenschwindel zu betreiben.

Schaltet euren gesunden Menschenverstand ein, wieso sollte ein Züchter seine Welpen in den Kamerun verkaufen, um sie von dort nach Deutschland unter Preis zu verkaufen? Wieso sollte ein VDH-Züchter seine Welpen für Schleuderpreise über Mittelsmänner verkaufen, wenn er sie bei sich zu Hause für den 5 - 10 fachen Preis direkt verkaufen kann?
Gespeichert

silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #17 am: 12. November 2011, 21:38:39 »

Wie agieren und wie tarnen sich Massenzüchter und Hundehändler
Das Vorhandensein gültiger Papiere für die Welpen ist kein Qualitätssiegel und sagt nichts über die Methoden des Züchters, die Qualität der Zucht oder die Gesundheit der  Tiere aus!
Es handelt sich hierbei lediglich um eine wertungsfreie Bestätigung des Verbandes über die Registrierung des Wurfes. Allerdings nur, wenn das Dokument echt ist.
Weder die Kopie der Ahnentafel ist ein Beweis noch sonstige kunstvoll hergestellte Urkunden. In einem aufschlussreichen Fernsehbericht  haben die Reporter nachgewiesen, dass umtriebige Hundehändler aber auch Züchter des VDH, Hunde mit gefälschten Papieren in Umlauf bringen.
Sogar der Ehrenpräsident eines deutschen Rassezuchtvereins wurde überführt, Welpen aus einer Hundefabrik mit gefälschten Papieren an ein Tierversuchslabor verkauft zu haben!
 Keinesfalls besser sieht es bei den Konkurrenten des VDH aus. In allen Vereinen und Verbänden tummeln sich einige Hundevermehrer, denen selbst elementare Kenntnisse kynologischer, biologischer und ethologischer Zusammenhänge fehlen und deren einzige Maxime darin besteht, möglichst schnell möglichst viel Geld zu kassieren.
Keinerlei Aussagekraft haben bunte Schildchen, auf denen "Anerkannte Zuchtstätte der Rasse XY" oder ähnliches steht. Die Schilder sind, Fanartikeln gleich, bei den Rassezuchtvereinen von jedermann käuflich zu erwerben.
Viele unseriöse Anbieter versuchen daher, den Hundekäufer glauben zu machen, das Vorhandensein "offizieller" Papiere und einiger bunter Schildchen mache ihre "Zucht" über jeden Zweifel erhaben. Im Gegenteil! Desto lautstärker und aggressiver ein Züchter wirbt, desto verschwenderischer er mit Vokabeln wie "vom Gesetzgeber autorisierte Zuchtstätte", "tierschutzrechtlich anerkannt" oder "Qualitätszucht" umgeht, desto größer ist die Gefahr, einem der schwarzen Schafe der Branche in die Hände zu fallen.
Wie agieren und wie tarnen sich Massenzüchter und Hundehändler?
Die Liste der möglichen Verfehlungen eines "Züchters" ist wahrlich lang. Ist die Anzahl der Vorbestellungen größer als der Wurf der Zuchthündin, wird ein unseriöser Züchter dafür sorgen, dass jeder Kunde bedient werden kann.
In solchen Fällen werden Welpen aus einer Hundefabrik zugekauft und dem Zuchtbuchführer stolz ein "zehner" Wurf gemeldet. Für alle Welpen werden dann bei der Wurfabnahme gültige Vereins- und Verbandspapiere ausgestellt.
Andere melden nur jeden zweiten Wurf dem Zuchtbuchführer ihres Rassezuchtvereins, um nicht bekannt werden zu lassen, dass die Zuchthündin bei jeder Läufigkeit gedeckt wird.
Diese Welpen werden dann ebenfalls mit gefälschten Papieren verkauft oder mit einem Preisnachlass an den Mann/die Frau gebracht.
 
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silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #18 am: 12. November 2011, 21:40:01 »

Der Zwinger bietet verschiedene Rassen an. Desto mehr, desto schlimmer!

Der Zuchtbetrieb gleicht einer Hundefabrik oder ist Grundlage einer Vollexistenz.

Die Welpen wachsen ohne ständigen Kontakt zu Menschen auf.

Die Hunde sind in engen Boxen zusammengepfercht, oder es gibt andere Hinweise darauf, dass die Hunde nicht artgerecht gehalten werden.

Mutter oder Welpen zeigen Angst, Abneigung oder mangelnde Vertrautheit gegenüber der Person des Züchters.

Der Verkaufsort ist nicht gleichzeitig auch die Zuchtstätte oder der Verkäufer verwehrt Ihnen unter Vorwänden die Besichtigung der Wurfkiste.

Die Welpen haben stumpfes oder verklebtes Fell, trübe Äuglein, schmutzige Ohren oder kratzen sich auffällig oft.

Der Züchter gibt sich sehr beschäftigt oder spricht lieber von seinen günstigen Preisen als von den Hunden.

Der Züchter bietet Ihnen einen Welpen zum halben Preis, dafür aber ohne Papiere an oder er versucht zu beweisen, dass ein Hund dieser Rasse nicht billiger zu bekommen ist.

Der Züchter weicht Ihren Fragen aus oder flüchtet sich in Ausreden, wenn geforderte Unterlagen nicht zur Hand sind.

Dem Züchter mangelt es offensichtlich an Basiswissen und er versucht wortreich von seinen Defiziten abzulenken.

Die Welpen reagieren auf Ihr Erscheinen schreckhaft, ziehen sich langsam zurück, sind phlegmatisch oder wollen nicht spielen.

Das Muttertier ist nicht anwesend, reagiert abweisend, aggressiv oder zeigt deutliche Anzeichen "züchterischer" Überbeanspruchung.

Die Welpen sind in der achten Lebenswoche noch nicht geimpft oder entwurmt.

Der Impfpass ist von einem Tierarzt ausgestellt, der seine Praxis nicht in der Nähe des Zuchtbetriebes hat, im Impfpass fehlen Daten oder die Etiketten des Impfstoffes sind nicht eingeklebt.

Verschiedene Handschriften und verschmierte Stempel deuten auf Fälschungen hin!

Die Zuchtunterlagen zeigen für eines der Elternteile nur eine Bewertung von "Gut" oder "Genügend".

Der Züchter lobt seine Hunde ausgiebig und verweist auf Erfolge bei Zuchtschauen, ohne entsprechende Unterlagen vorweisen zu können. Der Züchter lässt erkennen, dass der Welpe möglichst schnell verkauft werden soll oder muss.

Der Züchter bietet an, den gewünschten Hund kurzfristig "zu besorgen".

Der Züchter reagiert auf Ihre bohrenden Fragen aggressiv oder abweisend. Nur wer etwas zu verbergen hat, wird kein Verständnis für das Interesse eines Hundekäufers aufbringen.

Der Züchter ernährt seine Welpen mit Billigfutter anstatt mit einem, dem Alter der Welpen angepassten, hochwertigen Aufzuchtfutter.
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silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #19 am: 12. November 2011, 21:45:32 »

Ich habe am 30.01.2010 einen Rottweiler Rüde aus einem Tierheim in Frankreich durch einen TSV hier in Deutschland übernommen. Erst einmal zur Pflege um zusehen wie er sich hier macht , ob er sich mir den Kindern verträgt usw.
Dafür hatte ich beim TSV vorgeschlagen , 14 Tage Probe.
Nach 1 Woche kam dann schon ne E-Mail , ich sollte etwas Geld überweisen.
Schutzbetrag würde bei 350€ liegen. Daraufhin schrieb ich der netten Dame dann zurück das die 14 Tage noch nicht vorbei sind wie abgesprochen.
Nun ja wir haben uns dann nach der Probezeit sozusagen entschieden ihn ganz zu übernehmen . Zahlte auch 150€ an ( darf in Raten bezahlen ) .
Jetzt waren wir mal beim Tierarzt gewesen zur Vorstellung schon mal, wo wir auch Stammkunde sind mit unseren früheren Hunden .
Der Arzt schaute sich die Papiere an und fragte mich dann ob mir aufgefallen sei, das die Tatto Nummer im Ohr am 24.04.2004 tätowiert wurde. Der Hund aber im Jahre 2005 geboren wurde.
Auch die Angaben es sei ein EU Pass stimmte nicht es ist ein Französicher Pass .
Jetzt meine Frage: Besteht hier der Verdacht auf gefälschte Papiere ?
Wenn ja, muss & sollte ich in der Sache einen RA aufsuchen oder vor erst mit der Dame die Sache selber besprechen ? Weitere Ratenzahlung vornehmen aufgrund des Verdachts ?
Weil auch der Transport damals war sehr ungewöhnlich, darüber hab ich jetzt erst mal so nachgedacht , denn die Hunde wurden in einem Pferdeanhänger transportiert, die Käfige wurden übereinander gestapelt und unser Rüde wurde nur mit einem Band im Anhänger befestigt !

 :o
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silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #20 am: 12. November 2011, 21:50:20 »

Fordern Sie Einblick in die (für Zuchthunde)
vorgeschriebenen FCI-Papiere der Elterntiere
(Vater, Mutter, Großeltern). Ein professioneller
Züchter kann jederzeit eine lückenlose
Dokumentation seiner Zuchttiere nachweisen.
Die Hunde müssen zudem auf rassetypische
Krankheiten untersucht sein. Achten Sie darauf,
dass die Papiere von einem dem Zuchtverband
angehörigen Zuchtverein ausgestellt wurden.
Der Züchter vergibt seine Welpen ausnahmslos
gechipt und mit gültigen Papieren (Kaufver-
trag, Impfpass, Zuchtpapiere). Abstammungspapiere
und Gesundheitszeugnisse werden ohne
weitere Kosten an den Käufer weitergegeben.

Privat-und Hobbyzucht sind die gängigsten
Argumente, um von nicht vorhandenen Papieren
abzulenken. Fehlt jeglicher Nachweis über die
Abstammung und den Gesundheitszustand der
Elterntiere, kann die genetische Disposition der
Welpen nur erahnt werden. Hier lauert die Gefahr,
dass (unbewusst oder bewusst) mit Elterntieren
gezüchtet wird, die durch ihre genetische Veran-
lagung aus der Zucht ausgeschlossen wurden.
Diese Form der Zucht ist ein vermeidbarer Beitrag
zur ohnehin problematischen Überpopulation an
Hunden. Das ist FALSCH: " Die Papiere
sind gegen Aufpreis erhältlich!"
Gespeichert

silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #22 am: 14. November 2011, 20:26:31 »

Und noch was habe ich bekommen:

hallo,
ich hatte im facebook gelesen das ihr über die züchterpreise aufklären wollt und darüber das die relativ hohen preise auch einen grund haben.
bedenkt bitte neben den tierarzt- und aufzuchtskosten, unterhaltung der elterntiere, deckgebühren, kosten für die wurfabnahme und papiere auch die kosten für die austellungen. viele züchter fahren ja auch bundesweit wie auch international zu ausstellungen um ihre zwinger bekannt zu machen(um schluss endlich ja auch werbung zu machen um die welpen zu vermitteln) bzw. um ihre zuchtbescheinigungen zu bekommen. wir selbst waren dieses jahr schon in dortmund, landstuhl, prag kassel usw. sind nicht nur die meldegebühren sondern ja auch die fahrtkosten und der imense zeitaufwand mindestens einmal im monat solche weiten strecken hinter sich zu lassen.
parallel dazu wollen wir unsere hunde ja auch artgerecht halten und fahren noch mehrfach die woche auf hundeplätze um sie aus zu lasten.
nicht zu vergessen die mühe die man in einen wurf steckt, wir selbst haben gerade nicht mal 2wochen alte welpen und da es der erste wurf für die hündin war, waren wir auch die ersten 5 tage im wechsel fast rund um die uhr bei ihr und als vollzeit berufstätiges paar ist das wirklich sehr stressig und erfordert ein ordentliches/straffes zeitmenagement.
nicht zu vergessen der permanente kontakt mit den welpeninteressenten. die man ja auch persönlich kennen lernen möchte um einen eindruck von ihnen zu bekommen und das nicht nur an einem tag. dies ist gerade bei unseren hunden (staffordshire-bullterrier) wichtiger den je. nicht das man die welpen an manschen ab gibt die sie nicht ordentlich halten und unsere hunde wegen irgendwelchen idioten am ende blos wieder negativ in den medien stehen.
wenn man unter dem strich als ordentlicher züchter den aufwand und die einnahmen vergleicht, ist es nicht gewinnbringend, sondern einfach nur ein schönes und dankbares hobby. wir selbst halten unsere zuchthunde mit in der familie und unsere hündinnen haben nach maximal3würfen ihren dienst als zuchthündinnen getan und können den rest ihres lebens in unserem rudel ihr leben einfach nur noch genießen!
ich hoffe es waren ein paar anregungen dabei.
liebe grüße


Aber sagt mal Leute bin ich hier der einzige wo sich zu Todegoogle, um Berichte zufinden????
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Melanie Bodien

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #23 am: 14. November 2011, 23:39:23 »


Was das googlen betrifft wohl schon, Silvia   ???

Ich habe leider noch keine Rückmeldung von PETA - keine Ahnung wie lange die brauchen oder ob die überhaupt reagieren. Vielleicht sollte ich da mal anrufen? Hm - ich geb deinen eine Woche  8)
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Ronja und Rudel

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #24 am: 15. November 2011, 01:23:58 »

silvia, war das evl die züchterin vom kennel: coaststaffs?
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silvia

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #25 am: 15. November 2011, 09:04:49 »

hallo Ronja, nein es kommt von ihr:

                                              Battlestaffs
« Letzte Änderung: 15. November 2011, 09:14:51 von Pascal Hug »
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Ronja und Rudel

  • Gast
Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #26 am: 15. November 2011, 20:24:59 »

woooooooooooooooooooooooooooooow die kannte ich noch garnicht und endlich welche in schwarz, danke vielmals für den link hab herzchen in den augen!
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Pascal Hug

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Extrem-Zucht bereitet Tieren lebenslange Qualen
« Antwort #27 am: 04. Dezember 2011, 12:47:16 »

Nacktkatze, Mops, Bullterrier / Extrem-Zucht bereitet Tieren lebenslange Qualen

Ob knautschiges Mopsgesicht oder haarlose Nacktkatze: Viele Tiere werden bis ins Extreme gezüchtet. Dafür bezahlen sie einen hohen Preis.

Französische Bullterrier mit Atemnot und Perserkatzen mit permanent tränenden Augen: Bei manchen Haustieren werden aus Gründen der Schönheit und des Aussehens bestimmte Merkmale bis ins Extreme gezüchtet.

Für die Tiere, die aus solchen sogenannten Qualzuchten stammen, bringt das mitunter starke gesundheitliche Probleme mit sich - und hohe Tierarztkosten für den Halter.

Während bei Nutztieren Qualzuchten vor allem zu mehr Erlös wie mehr Milch oder Fleisch führen sollen, ist die Situation bei Haustieren eine andere. „Über Jahrtausende hatten Hunde einen festen Job und waren unter anderem damit beschäftigt, Vieh zu treiben oder bei der Jagd zu helfen“, erklärt Prof.

Züchtungen für die "Schönheit"

Gerhard Oechtering, Leiter der Klink für Kleintiere der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Durch die industrielle Revolution sei das verschwunden. „Stattdessen wurde angefangen, für Wettbewerbe nach Schönheit zu züchten.“


Vollständiger Artikel: Extrem-Zucht bereitet Tieren lebenslange Qualen
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das dich mehr liebt, als sich selbst.

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Mia

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Re: Aufklärungskampagne Stop Vermehrer & Billigwelpen
« Antwort #29 am: 05. Dezember 2011, 08:13:57 »

Hallo,

vielleicht kann man zu den Fakten auch Vereine befragen, die ehemalige Zuchthunde vermitteln, (zum Beispiel liberty for dogs) etc.? Eventuell haben die Zahlen und vor allem denke ich Bilder, in welchem desolaten Zuständen die Hündinnen sind.
Gibt bestimmt auch noch mehr Vereine, die ExZuchthunde vermitteln und Infos haben.


LG Mia
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